Internationales Wandern

Internationales Wandern im Fichtelgebirge

Schon lange in meinem Kopf, wurde eine solche „internationale Wanderung“ nun Realität. Am 23. Januar 2016 wanderten Teilnehmer aus aller Welt gemeinsam im Fichtelgebirge.

Winterwandern in toller Schneelandschaft

Internationales Winterwandern im FichtelgebirgeAm Tag zuvor war es sonnig und sehr kalt (minus 15 Grad), aber über Nacht wechselten die äußeren Bedingungen komplett. Zwar war es mit Temperaturen um Null Grad deutlich wärmer, aber es herrschte quasi eine Dauerbewölkung, die tolle Ausblicke vermissen ließ. Dafür bot sich uns aber eine verzauberte Winter-Landschaft mit bis zu 50 cm Schneehöhe.

Teilnehmer aus aller Welt

Die vier Teilnehmer der Wanderung stammen aus vier verschiedenen Ländern. Deshalb darf man ruhig von internationalem Wandern im Fichtelgebirge sprechen, zumal die überwiegende Kommunikation in Englisch war 😉

USA

winter hiking in fichtelgebirgeHi, ich heiße Faiza und lebe bereits seit 2013 in Deutschland. Ich liebe das Reisen, Kennenlernen neuer Plätze, Ausprobieren unbekannter Aktivitäten, Treffen neuer Leute, Probieren von leckerem Essen und das Lernen über verschiedene Kulturen. Bereits jetzt habe ich in kurzer Zeit sehr viele verschiedene „Fleckchen“ besucht. Mit jedem neuen wird ein weiteres Kreuz auf meiner Reiseliste abgehakt und ich hoffe, dass noch viele weitere dazukommen…

Puerto Rico

Ich bin Jahaira Ramos Olivieri, geboren und aufgewachsen in Puerto Rico.  Seit acht Monaten lebe ich in Deutschland und bin US Soldatin.  Zu meinen Hobbies gehören: Laufen, Fahrrad fahren, Schwimmen, Malen, Kochen, Lesen und Reisen. Ich mag Blumen, Hunde, genieße die Natur und lerne gerne andere Kulturen kennen.

Deutschland ist toll, besonders gefällt mir, dass die Leute sich so viel um die Umwelt kümmern und fast überall Landwirtschaft betrieben wird. Ich freue mich darauf, so viel wie möglich von Deutschland und Europa zu entdecken. Michael, Faiza und Eddie während der Wanderung im Fichtelgebirge kennenzulernen, war eine schöne Erfahrung. Es ist friedvoll dort mit einer wunderschönen Landschaft.

Niederlande

Servus, ich bin Eddy, Niederländer. Ich lebe nun seit 2,5 Jahren in Oberfranken. Davor lebte ich im Süden von München, wo ich die meiste Zeit verbrachte. Ich genoss unsere Wanderung sehr, eine tolle Landschaft mit netten Leuten. Andere Kulturen mit gegenseitigen Interesse und Respekt kennenzulernen, gefiel mir besonders. Mein Hund und ich fühlten uns in internationaler Gesellschaft wirklich wohl. Ich würde mich freuen, wenn wir uns wieder treffen.

Deutschland

Aus Deutschland Michael, 37. Ich komme aus dem Fichtelgebirge, lebte für elf Monate auf Teneriffa und bin nun wieder in der Heimat. Mein Ziel ist es, viele weitere Länder zu bereisen, um immer neue großartige Plätze zu entdecken, interessante Leute kennenzulernen und auf die höchsten Berge des jeweiligen Landes zu wandern

Die Winterwanderung im Fichtelgebirge

International Winter Hiking in FichtelgebirgeWir starteten unsere Wanderung in Reichenbach, wo das WAFI-Ferienhaus steht, und liefen zunächst nach Mühlbühl. Dieser Teil der Tour ist ein Abschnitt des Rundwanderwegs „Teutsches Paradeiß„.

Unser Weg führte uns zu einer Höhle, in der ein Mann (Girgl) für längere Zeit lebte, der einen Nebenbuhler erschlagen hatte. Der Boden darin war total gefroren, aber geschützt vor Wind und Nässe.

Nach einem Abstecher zum Prinzenfelsen wanderten wir hoch zur Hohen Matze, wo wir uns mit Tee, Keksen und Mandarinen stärkten.

Im Abstieg passierten wir Wurmloh und kamen so zu unserem Ausgangspunkt in Reichenbach zurück.

Fazit zum „internationalen Wandern“ im Fichtelgebirge

Es war eine tolle gemeinsame Wanderung und die Kommunikation unter allen Teilnehmern war genial, weil man mehr über die Länder, Wandergewohnheiten und bereits besuchte Orte erfuhr. Obwohl die Sicht nicht gut war, erlebten wir vier tolle Stunden Schnee-Action in einem Winter-Wunderland.

Trete der Meetup Gruppe Fichtelgebirge active für die nächste Aktivität selbst bei oder keep in touch mit Facebook.

Selbstverständlich kannst du auch individuelle Anfragen stellen…

 

Teutsches Paradeiß – Abschnitte

Das Teutsche Paradeiß – die Abschnitte

Teutsches Paradeiß Abschnitte. Der gesamte deutsch-tschechische Rundwanderweg (grüne Markierung) ist ca. 16 km lang. Es gibt aber auch drei Abschnitte mit unterschiedlichen Streckenlängen. Diese werden im Folgenden näher vorgestellt.

Landschaft aus Menschenhand – Gelbe Route, ca. 4,5 km

Der Mensch hat die Landschaft durch seine Nutzung geprägt. Hier schreiten Sie auf mittelalterlichen Handelswegen und erfahren so manches erstaunliche über den Ort.

Insgesamt 13 Stationen:

  • Holz wärmt dreimal
  • Feldraine
  • Verkehrsader des Mittelalters
  • Die Schatzkammer der Berge
  • Achtung, der Hehemann kommt
  • Das verschwundene Dorf
  • Zeichen der Frömmigkeit
  • Bitte Ausweise bereithalten!
  • Gutes Wasser für gutes Bier
  • Gekocht wird in Bayern, gegessen in Preußen
  • Stein formt Boden und Menschen
  • Die Kohle der armen Leute
  • Gebirgspass, der die Wasser teilt

Streckenübersicht und Profil

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Tieren auf der Spur – Blaue Route, ca. 7 km

In der reich strukturierten Landschaft um Nagel finden viele Tiere ihren Lebensraum. Entdecken Sie Vögel, die auf Grashalmen sitzen können, Insekten, die unter Wasser und in der Luft jagen und bestaunen Sie die Bauwerke eines tierischen Baumeisters. Start direkt am WAFI-Häuschen.

Insgesamt 11 Stationen:

  • Baumeister und Schuppenschwanz
  • Kannst du auf einem Grashalm sitzen?
  • Ein Förster mit Flügeln
  • Ein fliegendes Juwel
  • Ach du Schreck
  • Ein scheuer Giftzahn
  • Der Papagei des Fichtelgebirges
  • Der blaue Frosch
  • Dornen als Vorratskammer
  • Fünf Jahre unter Wasser, einen Sommer in der Luft
  • Gehen sie auf Spurensuche!

Streckenübersicht und Profil

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Blüten und Mythen – Rote Route, ca. 7 km

Umgeben von großen Wäldern bietet die Flur rund um Nagel eine heute selten gewordene Vielfalt an Pflanzen: Hier leben Sträucher, an denen schon die Mammuts knabberten, Heilkräuter, die Mensch und Vieh gleichermaßen gut tun, und es blühen Wunderblumen aus Mythen und Sagen des Fichtelgebirges.

Insgesamt 12 Stationen:

  • Medizin für Mensch und Tier
  • Meer aus blühenden Hahnenfüßen
  • Der Schlüssel zum Schatz
  • Schönheit kann täuschen
  • Die Könige von Nagel
  • Leckerbissen für Mammuts
  • Wasser und Brot
  • Gras zum Saubermachen
  • Berauschende Beere
  • Die Beeren für die Menschen, die Blätter für das Auerhuhn
  • Heiliger Baum und Vogelfutter
  • Wald aus Menschenhand

Streckenübersicht und Profil Teutsches Paradeiß

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Teutsches Paradeiß Abschnitte – Fazit

Insgesamt sind die Abschnitte durchdacht aufgeteilt. Die Informationen auf den Tafeln, die in deutscher und tschechischer Sprache vorliegen, sind nicht nur für Familien mit Kindern interessant, sondern auch Erwachsene erfahren hier Wissenswertes zur Landschaft und ihrer Flora bzw. Fauna.

Das Teutsche Paradeiß ist ein gelungener Rundwanderweg in der Gemeinde Nagel und das WAFI-Häuschen idealer Ausgangspunkt dafür.

Höhenweg

Höhenweg Fichtelgebirge

Höhenweg Fichtelgebirge
Drei Brüder im Winter

Der Höhenweg im Fichtelgebirge ist nicht nur der älteste, markierte Wanderweg im Fichtelgebirge, sondern auch der interessanteste.
Er verläuft, dem Gebirgshufeisen folgend, über die wichtigsten Berggipfel des Fichtelgebirges.

Bei der Kammwanderung trifft man auf die für dieses Mittelgebirge so typischen Naturdenkmale: Felsentürme, die den Hochwald überragen und Granitblockmeere in den Gipfelbereichen.
Die äußerst abwechslungsreiche Wegbeschaffenheit und die direkt auf dem Weg liegenden Sehenswürdigkeiten und signifikanten Wahrzeichen des Fichtelgebirges machen den Höhenweg zu einem Erlebnis für die ganze Familie.

Kurzbeschreibung:

Wunsiedel – Luisenburg – Großer und Kleiner Haberstein – Große Kösseine – Hohenbrand – Wurmloh – Hohe Matze – Girgelhöhle – Prinzenfelsen – Silber haus – Platte – FGV-Unterkunftshaus Seehaus – Nußhardt – Schneeberg – Rudolfsattel – Drei Brüder – Rudolfstein – Weißenstadt – Weißenstädter See – Großer Waldstein – FGV-Unterkunftshaus Waldsteinhaus – Kleiner Waldstein – Hallerstein – Schwarzenbach a.d.Saale

Gesamtlänge: 50 km

Streckenverlauf und Höhenprofil Höhenweg Fichtelgebirge

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Der Höhenweg als Leistungstest

Hier soll nun bewusst keine Beschreibung des wirklich schönen Wanderweges gegeben werden, sondern ich möchte von meinem Versuch, den Höhenweg in einer Tagesetappe (in Form einer Art „Leistungstest)“ zu bewältigen, schreiben (am Sonntag, 26.10.2014).
Dies hat dann auch nichts mehr mit „Genusswandern“ zu tun, sondern diente lediglich als persönliche Herausforderung.
Start bei bewölktem Wetter um 7:30 Uhr am Eisweiher in Wunsiedel
Von dort geht es stadtauswärts hoch Richtung Luisenburg. Der Name stammt von der Bezeichnung eines Berges (früher Lux- oder Losburg, ab 1805 bei Besuch der Preußenkönigin Luise umbenannt) und dort findet sich nicht nur Deutschlands älteste Naturbühne, sondern auch ein einzigartiges Felsenlabyrinth.

Beides sehr empfehlenswert, heute aber nicht mein Interesse…

Der Höhenweg im Fichtelgebirge ist durch ein weißes H auf rotem Grund markiert.

Höhenweg Fichtelgebirge
Blick zur Kösseine

Nächstes Ziel ist mein Hausberg, die Kösseine (939 m). Während meiner Tour setze ich mir immer wieder Zwischenziele und rechne grob die Zeiten dafür. Bis zur Kösseine sind es nun rund 3 km bergauf. Rechne mit fast 6 km/h „Marschgeschwindigkeit“, womit ich in etwa einer halben Stunde am Gipfel sein sollte.
Direkt auf dem Weg liegt der Kleine Haberstein. Solche Felsentürme aus Granit sind signifikant für das Fichtelgebirge und bieten auch Kletterern das besondere Erlebnis.
Der große Haberstein (848 m) liegt einige hundert Meter abseits des Weges, daher bekomme ich diesen heute gar nicht zu Gesicht…
Um 8:45 Uhr erreiche ich den Gipfel der Großen Kösseine und muss ein kurzes Stück des Weges wieder auf der gleichen Strecke zurück laufen (das einzige Mal auf dem gesamten Höhenweg) bis die Abzweigung Richtung Hohenbrand/Hohe Matze folgt.

Das herbstliche Laub und diese Wegabschnitte sind heute wirklich toll, aber ich muss auch zugeben, dass mir der Anstieg (wohl bekannt und „gefürchtet“) schon sehr schwer vorkommt. Wie sich später herausstellen sollte, der wahrscheinlich kräftezehrendste Anstieg: Hinauf zur Hohe Matze (813 m).
Kurz nach halb 10 Uhr passiere ich diese, Ausblicke zurück Richtung Kösseine sind sowieso aufgrund des Nebels Fehlanzeige. Gute 2 Stunden für die bisherigen 11,5 km. Passt, liege in meinem Soll.

Lasse Totenkopf, Girgelhöhle und Prinzenfelsen links liegen und marschiere geradewegs und ohne Pause zum nächsten Gipfel. Dabei komme ich am Gasthaus Silberhaus vorbei und muss die B303 queren. Schon immer ist mir diese Überquerung hier sehr gefährlich (es gibt noch immer keine sichere Alternative!), aber bei diesen Sichtverhältnissen gleicht dieses Vorhaben überspitzt ausgedrückt einem „Himmelfahrtskommando“, denn als ich in der Fahrbahnmitte stehe, darf von oben kein weiteres Fahrzeug kommen… zum Glück erscheint auch keines.
Die Platte (885 m) mit ihrem einzigartigen Graniblockmeer bietet jetzt leider ebenfalls keinen Ausblick, der bei guter Sicht nach Wunsiedel und bis nach Tschechien reicht.
Gegen 10:45 Uhr bemerke ich das erste Mal schwere Beine und auf den längeren, nur leicht ansteigenden Wegen Richtung Seehaus (922 m), läuft es sich „unrund“. Dennoch warte ich mit meiner Pause bis zum Nußhardt (972 m), der dritthöchsten Erhebung im Fichtelgebirge.
Hier mache ich meine erste Pause, in der ich mich weiter stärke und Dehnübungen durchführe.

Höhenweg im Fichtelgebirge
Schneeberggipfel mit Backöfele

An den höchsten Berggipfel des Fichtelgebirges und des gesamten Frankenlandes, den Schneeberg (1051 m), komme ich um kurz vor 12 Uhr mittags. Mittlerweile liegen 24 km hinter mir und 4,5 h für diese Strecke sind völlig in Ordnung für mich.
Hinunter nach Weißenstadt (630 m) wandere ich an verschiedenen Felstürmen (Rudolfsattel, Drei Brüder und Rudolfstein) vorbei. Meine Zeitvorgabe von einer Stunde für diesen Abschnitt (knapp 6 km) schaffe ich locker.

Nach den über 400 Höhenmetern im Abstieg umrunde ich den Weißenstädter See zur Hälfte, bevor ich mich auf den Weg Richtung Großer Waldstein (877 m) mache.
Meine zweite Brotzeit verschiebe ich bis schließlich zum Gipfel des Waldsteins.
Laut Wegbeschreibung befindet sich der Waldstein genau auf Kilometer 35. Dann sollte dieser Wegweiser und die angegebene Streckenlänge Richtung Schwarzenbach (12 km) hier aber falsch sein… Wie käme man sonst auf 50 km Gesamtlänge?
Als ich weit unterhalb des Gipfels bereits in der Nähe des Kleinen Waldsteins (829 m) bin, steht auf einem Schild dieselbe Kilometerentfernung nach Schwarzenbach (12 km).
Bisher war ich noch nie am Kleinen Waldstein, jedenfalls kann ich mich nicht mehr daran erinnern, aber dieser Felsturm wirkt auf mich am Eindrucksvollsten. Vielleicht auch aufgrund seiner exponierten Lage oder Unbekanntheit.
Es geht weiter bergab bis ich auf eine breite Forststraße gelange. Hier sehe ich das erste Mal keine weitere Markierung, vom Gefühl und der Karte her müsste ich zwar geradeaus, aber der Weg gleicht eher einem „Schleifweg“, als einem erkennbaren Wanderweg. Daher laufe ich nach rechts, in der Hoffnung, dass dieser Weg bald nach links führen und wieder eine Markierung erkennbar wird.

Leider ist dies nicht der Fall und befinde mich auch auf einem Irrweg. Umkehren und wieder hochlaufen möchte ich nicht, daher entscheide ich mich dafür, weiterzugehen.
Als ich Autos höre, weiß ich, dass ich in der Nähe der eingezeichneten Straße bin.
Dort angelangt sehe ich einen Mann, der auf dem Waldparkplatz anhielt. Ihn frage ich nach der Position in der Karte, wohl wissend, dass ich vom richtigen Weg abgekommen bin.
Dies wird mir auch bestätigt, daher nimmt er mich Richtung Benk mit.Ab hier laufe ich nicht mehr den Höhenweg, sondern über den Förmitzspeicher.
Obwohl der Weg rechts entlang direkt am See verläuft, frage ich Einheimische zur Sicherheit, wie ich zu dem nächsten Dorf und schließlich nach Schwarzenbach gelange.
Ein Mann gibt mir eine ausreichende Wegbeschreibung, aber als ich seinem Waldweg und „Abkürzung“ folge, stehe ich plötzlich mitten in einem Feld.
In einer Reihe niedergefahrenen Rapses laufe ich zur Straße. Aber auch dort lese ich auf den Schildern nichts von dem Dorf, sondern nur Schwarzenbach (4 km) und Hallerstein (3 km). Um schneller vorwärts zu kommen, führe ich leichtes Joggen durch, da ich nun sowieso seit etwa km 40 und nun bei etwa 45 km massive Problem mit dicken Füßen bekomme.
Es schmerzt eigentlich bei jedem Schritt.

Dennoch, ich will und werde bis nach Schwarzenbach laufen. Davon lasse ich mich nicht mehr abbringen. Aber nach einer weiteren Laufeinlage sehe ich in weiter Ferne ein Ortseingangsschild. Sollte dies nicht Schwarzenbach sein, werde ich aufgeben. Das steht für mich nach über 9 Stunden nun fest.
Je näher ich komme, desto größer wird mein Flehen… bitte lass es Schwarzenbach sein, B-I-T-T-E ….
…und tatsächlich wurde mein Bitten erhört, es ist das Ortseingangsschild von Schwarzenbach.
Kurz vor 17 Uhr erreiche ich den Bahnhof von Schwarzenbach und habe den Höhenweg mit seinen 50 km in 9,5 Stunden bewältigt.
Meine Füße schmerzen, besonders die Zehen und auch der untere Rückenbereich macht sich bemerkbar. Aber diese Strapazen und jetzige Beschwerden sind es wert. So weit bin ich bisher noch nie gewandert und auch die Geschwindigkeit wurde bis zuletzt kaum langsamer.
Der Schnitt liegt bei über 5 km pro Stunde und das bei der Länge und den Höhenmetern.
Bin schon ein wenig stolz auf mich, diese Leistung vollbracht zu haben. Eine persönliche Herausforderung und ein Leistungstest an meine Grenzen. Zum Erfolg und Durchhalten war letztlich nur ein Grund entscheidend: Der unbedingte Wille, dies durchzuziehen.

3 Tage nach dem Leistungsmarsch Höhenweg Fichtelgebirge

Nachdem ich im Anschluss an die Tour dicke Füße habe, Schmerzen in der Achillessehne beim Gehen und der untere Rückenbereich sich bemerkbar macht, verwende ich zur unterstützenden „Behandlung“ lediglich Wärme in Form einer Wärmflasche. Direkt am Abend spüre ich auch leichte Schmerzen im Kniebereich, welche aber bereits am Tag drauf weg sind.
Am dritten Tag danach sind die Schmerzen in der linken Achillessehne geblieben (nur beim Gehen), ebenfalls ist der untere Rückenbereich noch nicht wieder der „Alte“.
Aber man läuft den Höhenweg im Fichtelgebirge bzw. über 50 km ja nicht jede Woche  und es sind Ferien…

Der Quellenweg

Der Quellenweg im Fichtelgebirge

Der Quellenweg verbindet die Quellen der vier Hauptflüsse Sächsische Saale, Eger, Fichtelnaab und Weißer Main miteinander.Die vier Flüsse verlassen das Fichtelgebirge in den vier Himmelsrichtungen, die Saale nach Norden, die Eger nach Osten, die Fichtelnaab nach Süden und der Weiße Main nach Westen.

Kurzbeschreibung des Quellenwegs

Münchberg – Saalequelle – Egerquelle – Weißmainquelle – Fichtelnaabquelle – Marktredwitz
Gesamtlänge:  52 km
Man kann sich den Quellenweg natürlich verschieden einteilen, wir haben ihn auf zwei Tagesetappen verteilt:

Teil 1 des Quellenwegs im Fichtelgebirge

Bahnhof Münchberg – Zell – Saalequelle – Egerquelle – Weißmainquelle – Fichtelnaabquelle – Neubau
Streckenlänge: über 30 km

Streckenverlauf und Höhenprofil des Quellenwegs – Teil 1

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Verlauf: Wir starten am Bahnhof in Münchberg und verlassen die Stadt Richtung Wald. Hier gibt es zur Zeit natürliche Verpflegung am Wegesrand durch Himbeeren. Es geht aus dem Wald auf Landstraßen weiter, was wir nicht mögen und auch nicht unserer Vorstellung von Wanderwegen nahe kommt. Der Weg führt zwar durch schöne kleine Dörfer (Mechlenreuth, Klein- und Großlosnitz), aber immer auf asphaltierter Straße bis nach Zell. Nach dem Schwimmbad am Ortsausgang geht es links bergan Richtung Saalequelle.
Die Strecke bis hierher sind gut 10 km, die man sich eigentlich sparen kann. Weder eine Quelle noch interessante Wegpunkte unterwegs, die sich wirklich lohnen würden.
Ab hier beginnt der eigentliche Quellenweg. Die Strecke ist abwechslungsreich, interessant und verläuft fast immer im Wald auf tollen Waldpfaden.
Die vier Quellen selbst bieten sich zum Rasten und Verweilen an und sind für Kids ideal, um die Entstehung von Flüssen nachzuvollziehen.
Information: Wir machen eine Brotzeit im Speiselokal „Am Karches“, das Essen schmeckt, aber 3 € für ein Mineralwasser (0,5 l) sind schon sehr gesalzen und unverständlich. Selbst Bier ist billiger.

Teil 2 des Quellenwegs:

Neubau – Fichtelsee – Nagler See – Hans König Brunnen – Reichenbach – Luisenburg – Alexandersbad – Marktredwitz
Streckenlänge: ca. 24 km

Streckenverlauf und Höhenprofil des Quellenwegs – Teil 2

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Mir ist dieser Abschnitt des Quellenwegs im Fichtelgebirge von vornherein bezüglich seiner Bezeichnung und Wegführung unklar. Über 20 km Strecke ohne weitere Quelle direkt auf dem Weg, aber wir wollen auch diesen Abschnitt abwandern, um uns ein „Bild“ des Weges machen zu können.
Verlauf: Wir starten am Endpunkt von Teil 1 am Fichtelsee-Parkplatz. Es geht hinunter zum Fichtelsee und von dort in den Wald.
Allerdings fast ausschließlich über breite Forststraßen, was unsere Motivation nicht wirklich steigert.
Wenig Abwechslung im Streckenverlauf oder interessante Stationen unterwegs.
Nennenswerte Ausnahmen sind drei Ameisenhaufen, der Nagler See, der Hans-König-Brunnen und einige Ausblicke wie auf die Hohe Matze, Kösseine und Luisenburg.
Aber etwa zwei Drittel des Weges verlaufen auf diesen breiten Forststraßen. Hinzu kommen asphaltierte Straßen nach Reichenbach und in Richtung Marktredwitz. Nur ganz wenige Abschnitte sind wirkliche Wanderpfade, die für uns interessant sind.

Beurteilung des Quellenweges

Der Quellenweg bietet auf seinem Weg die Quellen der vier Hauptflüsse Sächsische SaaleEger, Fichtelnaab und Weißer Main, die das Fichtelgebirge in den vier Himmelsrichtungen verlassen.
Diese befinden sich auf einer Strecke von weniger als 20 km und diese ist interessant, abwechslungsreich sowie mit wirklichen Highlights auf dem Weg. Außerdem hat man alle vier Quellen auf seiner Tour.
Warum über 30 weitere Kilometer den Quellenweg „verlängern“ ist unklar. Eine Erklärung könnten die Bahnhöfe an Start- und Endpunkt in Münchberg und Marktredwitz sein, aber dafür 10 km als „Zubringerstrecke“ und über 20 Kilometer als weiterführende Strecke einzubauen, finde ich persönlich nicht gut.
Die 52 Kilometer Gesamtstreckenlänge sind für eine Tagestour zu viel.
Außerdem fehlen sowohl weitere Quellen auf dem Weg, als auch wirklich interessante Streckenabschnitte, einige wenige Highlights herausgenommen. Diese entschuldigen aber nicht die weiteren Streckenabschnitte bzw. machen die restlichen Wanderkilometer besonders empfehlenswert.

Empfehlung für den Quellenweg im Fichtelgebirge

Den eigentlichen Quellenweg mit den vier Quellen (Eger, Saale, Naab und Main) erwandern.
Startpunkt: Wanderparkplatz am Ortsausgang von Zell
Endpunkt: Fichtelsee
Streckenlänge: ca. 20 km